Pater Kentenich - Kurzbiografie
Pater Josef Kentenich (1885 – 15.9.1968) wurde nahe Köln geboren, kommt mit 8 Jahren in ein Waisenhaus und weiht sich dort Maria, die er ab dem Zeitpunkt als seine Mutter ansieht.
1904 tritt er in die Gesellschaft der Pallotiner ein und absolviert sein Noviziat und Theologiestudium in Limburg. Er meistert seine schweren Krisen, in dem er Maria um Hilfe bittet.
1910 wird er zum Priester geweiht, wird zunächst Lehrer am Gymnasium der Pallotiner in Ehrenbreitstein.
Ab 1912 arbeitet er als Spiritual in Schönstatt / Vallendar. Er ist ein begnadeter Pädagoge und sein Erziehungsziel ist: die Schüler zu festen, freien, Persönlichkeiten zu erziehen, die heilig leben sollen, mitten in der modernen Welt.
1914 gründet er die Schönstatt-Bewegung mit einigen Schülern. Die Kapelle in Schönstatt ist Ursprungsort einer nun weltweiten Bewegung für Männer und Frauen, Kinder und Jugendliche, Familien und Priester. Inzwischen gibt es ca. 180 Schönstatt-Kapellen in mehr als 30 Ländern der Erde. Unzählige Menschen pilgern dorthin und erbitten von Maria die Gnade, ihre christliche Berufung in allen Herausforderungen des Lebens, in der Kirche und Gesellschaft zu verwirklichen. „Nichts ohne dich – nichts ohne uns“ ist die Kurzformel für die intensive Weggemeinschaft mit Maria.
1941- 1945 ist Pater Kentenich Gefangener der Nazis, zuerst im Gefängnis von Koblenz, dann im KZ Dachau. Auch dort arbeitet er unerschrocken weiter an seiner Lebensaufgabe, den Menschen die barmherzige Liebe Gottes zu verkünden und ihnen zu helfen, durch Marias Hilfe selbst große Liebende zu werden. Viele Gefangen erfahren durch seine Hilfe in der „Hölle“ von Dachau Gott sehr nahe.
1947-48 beginnt Pater Kentenich mit Reisen nach Südamerika, Afrika und USA, um internationale Kontakte zu pflegen. Den Schönstättern dieser Länder hilft er beim Aufbau der Bewegung.
1951 – 1965 wird Pater Kentenich von der Kirche nach Milwaukee (USA) ins Exil geschickt. Er und seine Gründung wird überprüft. In den langen Jahren der Abwesenheit von Schönstatt bewährt sich Pater Kentenichs Liebe zur Kirche und die Treue zu seinem Werk.
1965 kehrt Pater Kentenich am Heiligen Abend wieder nach Schönstatt zurück. Mittlerweile 80 jährig, arbeitet er ununterbrochen in der ihm noch verbleibenden Zeit an der inneren und äußeren Ausformung der Schönstatt-Bewegung. Trotz aller Termine, Tagungen, Exerzitien und dem täglichen großen Arbeitspensum, gilt seine erste Sorge immer dem einzelnen Menschen. Seine tiefe Verbundenheit mit Gott und die väterliche Liebe, die er ausstrahlt, schenkt vielen eine Ahnung von der Liebe Gottes.
Am 15.9.1968 wird Pater Kentenich von Gott heimgerufen, kurz nachdem er die heilige Messe zum ersten Mal in der neu erbauten Dreifaltigkeitskirche auf Berg Schönstatt gefeiert hat. Nun kann er seine Lebensaufgabe auf neue Weise fortführen. Dass er dies tut, haben viele Menschen, die sich mit ihm verbinden und sich in ihren Nöten an ihn wenden, bereits erfahren.
Weiterführende Infos gibt es z.B. bei der offiziellen web-page: www.schoenstatt.de


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